Pressestimmen

© Dirk Ostermeier – Journal Frankfurt 2016

„Hengge ist mit „Sin & Illy“ eine Art Christiane F. des 21. Jahrhunderts gelungen- glücklicherweise ganz ohne spekulative Untertöne. Hier schaut jemand nicht von aussen auf ein exotisches Sujet, sondern weiß genau wovon die Rede ist“  Berliner Zeitung , Claus Löser “ Das Fliegende Auge“, 19.5. 2015

„Am letzten Tag in der Entzugsklinik flieht Sin. Sie trifft zufällig ihre alte Freundin Illy und wird zusammen mit ihr rückfällig. Als sie die Spritze ansetzt, verstummt alles. Ohrenbetäubende Stille, ­gefolgt von Aufbruchsstimmung und Fernweh…Immer wieder ­Bilder öffentlicher Etablissements, die den Sprung von Kulisse zur tristen Alltagsrealität von Sin und Illy schaffen. Die bunt aufflackernden, verrauschten Lichter der Stadt ­erinnern ­entfernt an Gaspar Noés „Enter the Void“. Ein eindringliches Independent-Plädoyer für die Abkehr von harten Drogen“ ZITTY 1.12.2016 Robin Thießen.

Allein der Filmtitel lässt den Zuschauer schon zu so manch einer Interpretation hinreißen. Welche Übersetzung läge da nicht näher als die Sünde und das Kränkliche?!… Oder sind Sin und Illy zwei Seiten einer Person? Ein Alter Ego?…Zwar stammt die eine aus dem akademischen Umfeld, die andere aus der Unterschicht, aber was sie eint ist, dass beide Töchter offensichtlich eine Bindung zu ihren Müttern suchen, die sie nicht finden. Väter spielen im Film überhaupt keine Rolle. Sowie Männer nur als Randfiguren auftauchen. Das ist mal erfrischend anders in der Kinolandschaft. Ebenso erfrischend ist die verwackelte Handkamera, die das verwackelte Selbst der Protagonistinnen widerspiegelt….Der Debütfilm von Maria Hengge tut gut daran, Ceci Chuh als Hauptdarstellerin ausgewählt zu haben…Man kann dem Film nur wünschen, dass er noch mehr Preise erhält. Verdient hätte er es!“ Kino-Zeit.de 10/2016

„Ein packender Außenseiterinnenfilm, der in seinen stärksten Momenten an „Messidor“ von Alain Tanner denken lässt. Für die schön bewegliche Kamera sorgte Peter Roehsler“ FALTER 2017

„Lange, beobachtende Einstellungen geben den Szenen Zeit zum Atmen. Folgen viele Anti-Drogen-Filme der konsequenten Abwärtsspirale des Drogenopfers, geht es Regisseurin Maria Hengge um die Möglichkeit des selbstbestimmten Ausstiegs, bei dem jeder Schritt nach vorn trotzdem einen halben nach hinten impliziert“ Indiekino, Hardy Zaubitzer

„Der Film zeigt sehr authentisch das Leben der Süchtigen und den endlosen Kreislauf von Sucht, Beschaffungskriminalität und Prostitution. Er schaut nicht von außen auf die Szene, sondern dringt ein in das Milieu. Der Zuschauer merkt deutlich, dass da jemand sehr genau hingeschaut und recherchiert hat. Die verwackelte Handkamera trägt dazu bei, sich in die zerrüttete Gefühlswelt der beiden Protagonistinnen hineindenken zu können. Was zunächst sehr unruhig wirkt, hilft dem Zuschauer, sehr dicht am Geschehen zu sein. Auch die Schauplätze des Films sind sehr authentisch. Da war jemand vor Ort und weiß sehr genau, was in den Abhängigen vorgeht.“ Susanne Kleinmann, Gelnhäuser Tageblatt 11/ 2016

„Maria Hengge zeigt einen realistischen, schonungslosen Blick auf den endlosen Kreislauf aus Drogen, Alkohol und Beschaffungskriminalität, dem sich Sin mit letzter Kraft entziehen will, was sie allerdings nur schaffen kann, wenn sie konsequent alle Brücken hinter sich abbricht… Eine beeindruckende schauspielerische Leistung der 24jährigen Ceci Chuh… Die bekannte Berliner Theaterschauspielerin Angela Winkler spielt in einer Nebenrolle als Sins Ärztin.“ Livekritik.de, 20. 4. 2015

„Mit dem ergreifenden Spielfilm „Sin & Illy – Still Alive“ endete am Freitagabend das erste Eichstätter Filmfest. Gebannt und betroffen zugleich verfolgten rund 50 Zuschauer den an Frankfurter Schauplätzen gedrehten Film von Regisseurin und Drehbuchautorin Maria Hengge. Sie thematisiert darin die authentische Geschichte zweier junger drogenabhängiger Freundinnen …Obwohl Illiy am Ende chancenlos bleibt, Sin zumindest den Absprung in eine Frankfurter Therapieeinrichtung schafft, endet der Film nicht ohne Perspektive: Verhaltener Optimismus ist die Botschaft von „Sin & Illy“ – man kann es schaffen, wenn man nur will! …“Sin & Illy“ war keine leichte Kost für einen Freitagabend. Doch für das erste Eichstätter Filmfestival stellte dieser tief gehende Film einen gebührenden und hochkarätigen Abschluss dar.“ DONAUKURIER, 17.10.2016, Dagmar Kusche

„Auch im Langfilm-Wettbewerb konnte sich ein Film über zwei Fixer-Freundinnen aus dem Milieu behaupten, der diesjährige Preisträger für den besten Spielfilm »Sin & Illy Still Alive«. Hier ist der Bahnhof nicht einfach Kulisse, hier ist er glaubhaft die tägliche, triste Realität vieler Süchtiger.“ epd-film, 24. 3. 2015

„Bei Maria Hengges Film „Sin & Illy still alive“ handelt es sich um `eine Freundinnen- und Mutter- Tochter-Geschichte aus dem Frankfurt Fixermilieu, die unsentimental mit hyperrealistischen Elementen erzählt und toll gespielt ist´ so die Jury“  Journal Frankfurt, 23.3. 2015

„Den Weißen Bembel gewonnen hat der nur 70 Minuten dauernde Spielfilm „Sin & Illy still alive“. Die in den USA geborene Regisseurin und Drehbuchautorin Maria Hengge erzählt eine Geschichte aus dem Frankfurter Rotlichtviertel. Die achtzehnjährige Sin und ihre Freundin Illy wollen aus dem Drogenmilieu aussteigen und auf eine griechische Insel fliehen. Dort hoffen sie, „clean“ zu werden. Der Plan scheitert. Realistisch und schonungslos wird dieser endlose Kreislauf von Sucht und Prostitution dargestellt. Die vierundzwanzigjährige Céci Chuh als Sin begeistert durch ihre schauspielerische Leistung. Theaterschauspielerin Angela Winkler, aktiv am Berliner Ensemble, die durch ihre Rollen in den Volker Schlöndorff-Filmen „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ (1975) und „Die Blechtrommel“ (1979) berühmt wurde, hat die Nebenrolle der Ärztin übernommen.“ März 2015 Renate Feyerbacher

2.7 ( 2.5 or more for a noteworthy film) „Sin is trying to get herself off heroine, and believes if she can just get to a Greek island with Illy — her other drug addict friend — they both will be cured. Sin gets the money by stealing blank prescriptions from her father’s office -– a doctor with whom she has no contact, nor with her mother. Looking for Illy’s passport, both girls end up in a run-down place where Illy’s mother, an alcoholic, lives. Neither makes it to Greece, but Sin does take a different route for recovery. A dark, highly realistic film, magnificently acted by Ceci Chuh (Sin). The streets of Frankfurt never looked greyer.“ reviewed  by Nancy Snipper @ Arts & Opinion related to Montréal World Film Festival,8/2015

Sin and Illy Still Alive – Maria Hengge
The drug film can be a touch one for me to watch. It takes naturalistic performances, smart, and not overly slick, cinematography, and an understanding that it is as much the human using as the drug used that leads to the downfall. The cutting here is what sets this apart. It’s deliberate, measured, and while that does give us occasional pause, it allows the full weight of events to pass through the characters and the viewer. The performances are very strong, and the script is even stronger. The entire film feels as if its slowly sliding into a downer, which for the subject matter is impressive.“ 2/23/2016 Klaus at Gunpoint

"I think the film is extremely authentic. As I know several drug addicts - mostly women, some of them young - you give a clear and realistic portrait. Particularly Sin is very endearing in spite of her failings or maybe because of them."

AMOS KOLLEK, director and writer, January 20th 2015